Mittwoch, 13. Dezember 2017

[Buch-Rezension] Flugangst 7A

   Flugangst 7A
Sebastian Fitzek
Hardcover: 400 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Sprache: deutsch
ISBN: 9783426199213
Preis: 22,99€

Das Buch beim Verlag


Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...

Cover/Aufmachung
  Leider habe ich nur das normale Cover - was mich ein wenig traurig macht, denn die Holo-Variante ist einfach großartig! Nichts desto trotz fängt auch das normale Cover die Stimmung des Buches recht gut auf, wenn auch der Hersteller in mir ein wenig mehr Veredelung hübsch gefunden hätte.


Inhalt/Geschichte

  Manchmal bekommt man eine zweite Chance - so wie Mats, der sich trotz seiner Aviophobie an Bord eines Flugzeuges begibt, um diese zweite Chance wahrzunehmen und seiner Tochter Nele im weit entfernten Berlin nach deren Niederkunft zur Seite zu stehen. Klingt nach einem guten Plan? Ist es auch! Doch kann Mats auf keinen Fall mit den Dingen rechnen, die über den Wolken geschehen werden. Denn so sorgsam er sich auch auf die Reise vorbereitet hat, aller Statistik zum Trotz, befindet sich an Bord eine Waffe, die kein Detektor der Welt identifizieren kann: ihn selbst. 

  Ich glaube, ich wusste über kein Buch, das ich gelesen habe, im Vorfeld so wenig wie über dieses. Alles, was ich wusste war der Titel - mehr nicht! Und trotzdem wollte ich mich dem neuen Fitzek natürlich auch widmen. Für mich ist gerade die psychologische Ebene ja immer wieder interessant und ich mag die Art, wie Herr Fitzek hier damit "spielt". Was mir besonders "gefallen" hat, war, wie deutlich gemacht wurde, dass es so einfach sein kann, eine Person zu triggern, die ein emotionales Trauma zu verarbeiten hat(te). Dass solche Wunden niemals absolut ganz weg sind und dass es mit den "richtigen" Worten ganz einfach zu Rückfällen kommen kann. 
   So geschieht es ja auch in diesem Buch - wir können also Mats dabei begleiten, wie er seine Berufung verrät und im Begriff ist, seine große Angst wahr werden zu lassen. So hatte er sich das sicherlich nicht vorgestellt. 

Ich bin ein wenig aus der "Übung" was das Lesen von Thrillern angeht - und ich finde das gut! Die Wendung hier konnte ich nicht vorher sehen und so war ich angenehm überrascht, wenn auch etwas überrumpelt ob der Auflösung eines Handlungsstranges der Geschichte.
   Das Lesen hat mir Spaß gemacht, wenn auch die Immersion nicht immer gegeben war. Entgegen meiner klassischen "Fitzek-Leseart" habe ich das Buch nicht in einer oder zwei Sessions durchgelesen sondern mir deutlich mehr Zeit gelassen. Tatsächlich bin ich aber der Meinung, dass lange Lesesessions diesem Buch einen Gefallen erweisen. Die ständigen Unterbrechungen (ich weiß, das Buch kann nichts dazu und das alles ist eher mein Rat an dich, werter Leser) waren für mich störend, so dass ich das Buch lieber an einem Stück gelesen hätte. Nichts desto trotz liegt hier eine interessante, spannende Geschichte vor. 

Was ich lobend hervorheben möchte ist allerdings noch etwas, das nicht wirklich mit der Geschichte zu tun hat: Das Nachwort.  Ich gehöre zu den Leuten, die bei jedem Buch die Danksagung lesen. Immer. Und gerade hier empfinde ich das Nachwort als wichtig, gerade in Bezug auf das, was ich immer öfter über die Fitzek'schen Bücher höre. Das zu besprechen soll aber hier nicht Thema sein.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es wird nicht mein liebster Fitzek und rangiert auch nicht unter meinen Top-Büchern. Das heißt aber nicht, dass es mir nicht gefallen hat.


Schreibstil/Übersetzung

Fitzek. Was soll man dazu noch sagen? 


Nicht mein liebster Fitzek, aber trotz allem absolut lesenswert. Eigentlich 4,5 von 5 Punkten, aber da ich keine halben vergebe...

Sonntag, 10. Dezember 2017

5 Dinge (KW 49 2017)

Guten Morgen an diesem zweiten Advent :)

Ist es denn die Möglichkeit? Tatsächlich! Der Post kommt pünktlich! Ich sage ja, es geschehen noch Zeichen und Wunder! Wir wollen ein weiteres Mal auf die vergangene Woche zurück blicken und schauen, was so alles tolles passiert ist. Also schnappt euch eure Tasse Tee und bedient euch an den frisch gebackenen Lebkuchen, während ich schon mal anfange....

1.) Am Montag gab es die Weihnachtsfeier von meinem Nebenjob - wir waren Kartfahren und obwohl ich darin echt nicht gut bin, hatte ich doch Spaß und landete immerhin im (unteren) Mittelfeld :)

2.) Außerdem gab es einen Kinogutschein - mal sehen wann ich den einlösen kann und bei welchem Film :)

3.) Am Mittwoch habe ich Nikolaus gespielt und meine Kollegen im Verlag mit einem kleinen Geschenk beglückt. Ich glaube, dass sich alle gefreut haben und das war für mich umso schöner. Ganz ehrlich? Ich fühle mich dort so unglaublich wohl, dass ich am liebsten gar nicht mehr dort weg würde. Dabei ist jetzt schon die Hälfte der Zeit vorbei....

4.) Die Druckdaten "meines" ersten Buches sind raus :3 Jetzt heißt es abwarten, bis es bei uns eintrifft. Ich bin so aufgeregt <3

5.) Gestern war der letzte Stuttgarter Bücher- und Blubberstammtisch des Jahres 2017. Mit unserer kleinen, gemütlichen Runde waren wir essen, Bücher shoppen (und ich habe mich tatsächlich zurück gehalten und nur eines mitgenommen!) und auf dem Weihnachtsmarkt. Es war wirklich ein super schöner Tag und die kleine Runde war sehr gemütlich  - danke an euch Lieben, die ihr dazu beigetragen habt <3

Oh weh! Ein Blick auf die Uhr sagt mir: Höchste Zeit, in den Stall zu huschen. Totilas wartet dort bestimmt schon. Wenn ihr wollt, könnt ihr gern auf meine Insta-Story schauen, ich werde euch sicher das eine oder andere Video von dem Kleinen aufnehmen können :)

Nun wünsche ich euch einen schönen, ruhigen und entspannten zweiten Advent.
Habt einen schönen Tag <3

Dienstag, 5. Dezember 2017

[Kurz-Rezi] Soul Hunters

   Soul Hunters
Gerd Ruebenstrunk
Klappenbroschur: 304 Seiten
Verlag: Planet!
Sprache: Deutsch
Preis: 14,99€

Das Buch beim Verlag

Hackerin Hannah hat eine Partnerbörse entwickelt, basierend auf einem Algorithmus, der Seelenverwandte findet und zusammenbringt. Doch das Programm ruft machtgierige Feinde auf den Plan. Es gibt nur einen, dem Hannah jetzt noch trauen kann: Jona, ihrem Seelenverwandten. Die beiden finden heraus, dass ihre Verfolger einer gefährlichen Organisation angehören. Wenn sie mit dem Leben davonkommen wollen, müssen sie die ganze Wahrheit herausfinden - bevor es zu spät ist ...
 
 Das Buch habe ich von meiner lieben Vanessa ausgeliehen bekommen, weil ich das Cover so wunderschön finde. Ich liebe ja Schmetterlinge und da trifft das Cover absolut meinen Nerv. Während ich mich also voll und ganz, Hals über Kopf in das Cover verliebt habe, hat mich die Geschichte um die Hackerin Hannah und ihren Seelenverwandten Jona nicht so wirklich fesseln können. Wie ihr sicherlich wisst, bin ich kein Freund von Liebesgeschichten  - und bei einer Geschichte, die sich um eine Partnerbörse und Seelenverwandtschaft dreht, könnt ihr euch sicherlich denken, wie ich darauf reagiert habe. Wieder einmal empfand ich eine sonst interessante Geschichte durch eine gezwungen wirkende Liebesgeschichte etwas gestört. Für  die Zielgruppe ist das Buch aber sicherlich gut geeignet und macht auch Spaß.
Die Geschichte endet halboffen, so dass es Raum gibt für einen potentiellen zweiten Teil. Ich selbst würde mir diesen aber wohl nicht vornehmen, da mich dazu die Geschichte nicht genug überzeugen konnte. Nicht falsch verstehen: Das Buch ist für die Zielgruppe sicherlich passend und ein Gutes. Für mich allerdings nur zur Überbrückung bis zum nächsten Lesestoff ausreichen.

Ein für die Zielgruppe passendes Buch, das von mir aber maximal das Prädikat "Okay" bekommt.


Sonntag, 3. Dezember 2017

10 Dinge (KW 47 & 48 2017)

Hallo meine Lieben,

ihr wisst es ja - jeden Sonntag Morgen.... ;) Aber besser spät als nie, oder? Die letzten beiden Wochen waren wieder sehr ereignisreich und ich möchte euch gern davon berichten, was alles Tolles passiert ist. Fertig? Fertig!

1) Ist ja eigentlich "schön" wenn man schnell einen Zahnarzttermin bekommt zur Klärung von dummen Schmerzen. Linderung ist in Sicht!

2) Es gab erneut Buchpost, diesesmal aus dem Hause Droemer Knaur. Na, könnt ihr euch denken, was bei mir einziehen durfte?

3) Es fühlt sich einfach unheimlich gut an, wenn man sich mit Kollegen so gut versteht, dass man auch außerhalb der Arbeit Zeit miteinander verbringt.

4) Am 25.11. war ich auf der Kreativmesse in Stuttgart - meine Güte war es da voll! Trotzdem war ich erfolgreich und habe ein paar nette Kleinigkeiten gefunden, die mir bei meinen Bastel"arbeiten" schon das eine oder andere Mal geholfen haben.

5) Achtung, lang :D
Ich hatte euch bereits hier den Namen "Totilas" genannt - und nein, damit meine ich nicht  das KWPN-Dressur-Wunder Moorlands Totilas. Ich meine damit ein kleines Shetlandpony (ca. 80cm Stockmaß), das ich am 26.11. besucht habe. Ich hatte zuvor angefragt, ob ich mit dem Kleinen mal ein wenig arbeiten und/oder spazieren gehen darf. Also habe ich mich zuerst daran gemacht, die Boxen zu misten und im Anschluss habe ich mich um den Kleinen gekümmert. Es hat so gut getan, mal wieder intensiver mit einem Pony Kontakt zu haben als "nur" zu reiten. Jedenfalls fragte mich die Besitzerin des Kleinen, ob ich denn inzwischen eine neue Reitbeteiligung gefunden hätte. Ich sagte nein und daraufhin hat sie mich gefragt, ob ich mich nicht ab und an um den Kleinen kümmern möchte <3 Das heißt: Ich habe ein neues Pflegepony, um das ich mich immer Sonntags (vorerst) kümmern darf.
Wollt ihr mehr von Toti wissen?

6) Adventskalender sind fast fertig - ja es ist der 3.12. und ich habe trotzdem noch nicht alles für den Kalender meiner Mutter verpackt ^^" Aber für die nächsten 2 Wochen bin ich erstmal safe XD
Und auch die Geschenke sind so weit eigentlich alle geplant. Nur bei meinem Bruder bin ich mir noch nicht sicher, was er letztlich von mir bekommen wird. Schwere Sache :/ Mal seine Frau fragen... ;)

7) Mittlerweile renne ich ja von Arzt zu Arzt ^^" Aktuell aber scheinen wir aber Fortschritte zu machen :) Und da freue ich mich natürlich ^^

8) Seit Freitag, 01.12., dürfen die Adventskalender geöffnet werden und ich freue mich, dass ich mit meiner Grinsemietz getauscht habe und jetzt jeden Morgen eine Kleinigkeit auspacken darf - das könnt ihr übrigens auf Instagram verfolgen :)

9) Ebenfalls der 01.12.2017: Spieleabend mit Kollegen! Und ey hat großen Spaß gemacht - wir werden das auf jeden Fall wiederholen, denn wir müssen unbedingt nochmal eine Runde Safehouse spielen ;)

10) Heute war ich dann auch wieder bei Toti im Stall und es war wirklich großartig <3 Der Kleine ist ja erst 3 Jahre alt und kann noch nicht viel. Wir üben gerade das Laufen an der Longe - und auch wenn er das noch nicht so ganz verstanden hat, machen wir große Fortschritte. Ich könnte euch noch stunden- und seitenlang davon vorschwärmen - aber ich lasse es und höre mal lieber an dieser Stelle auf ;)

Das war es auch schon für heute :)
Wie war eure Woche? Habt ihr einen schönen ersten Advent gehabt? Freut ihr euch überhaupt auf die Weihnachtszeit oder ist die Stimmung bei euch dieses Jahr (noch) nicht auf Weihnachten gestellt?

Habt einen schönen Restsonntag <3

Donnerstag, 23. November 2017

[Buch-Rezension] Die Kinder

   Die Kinder
Wulf Dorn
Klappenbroschur: 320 Seiten
Verlag: Heyne /Randomhouse
Sprache: Deutsch
Preis: 16,99€

Das Buch beim Verlag

Auf einer abgelegenen Bergstraßewird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr erkennt er, dass die Gefahr, vor der Laura warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Cover/Aufmachung
  Ein Cover, das gänzlich in "meinen" Farben gehalten ist - rot, schwarz und weiß. Kein Wunder, dass es mir gefällt oder? Die recht simple Typo, die den Blick des Lesers aber recht eindeutig auf sich zieht und von den Silhouetten der Kinder am unteren Rand untermauert wird - ein tolles Cover, durch und durch.
 

Inhalt/Geschichte
Ein merkwürdiger Fall, zu dem Robert früh am Morgen hinzu gezogen wird. In dem videoüberwachten Raum sitzt Laura Schrader, eine Frau, die kürzlich erst aus einem Autowrack geborgen wurde. Einem Autowrack, in dessen Kofferraum man eine Leiche fand. Und mit dem sie aus der Richtung eines scheinbar völlig verlassenen Dorfes kam. Nun ist es an ihm, herauszufinden, was die schwer traumatisierte Frau erlebt hat. Die Geschichte, die sie zögernd erzählt, klingt kaum zu glauben. Wie viel von Lauras Erzählung entspringt einem überreizten Geist und findet sich vielleicht ein Funken Wahrheit darin...?

  Mir fehlen die Worte. Das Buch hat es geschafft, mich schon nach 41 Seiten an den Punkt zu bringen, an dem ich mir dachte "Eigentlich will ich an dieser Stelle nicht weiter lesen" - und ich bin Wulf sehr dankbar, dass er uns weitere Details an dieser Stelle erspart hat. Der Autor führt und in diesem Buch einige Male an Orte, die ich im realen Leben bewusst zu sehen vermeide. Ich weiß, dass so etwas geschieht. Natürlich weiß ich es. Aber ja, ich gehöre dazu, es nicht sehen zu wollen. Ich möchte nicht wahrhaben, dass so etwas geschieht. Obwohl ich es weiß. Und damit bin ich Teil des Problems. 


"Die Kinder" ist kein gemütliches Buch. Es ist kein schönes Buch. Aber es ist ein gutes Buch, eines, das uns die Realität zurück in den vermeintlich geschützten Raum unseres Eskapismus holt. Das die Grenzen unserer Comfort Zone sieht, wahrnimmt und zerschmettert, um uns zu zeigen, wie die Welt ist. Und so gern ich hätte, dass diese Dinge rein der Fantasie des Autors entspringen - natürlich weiß ich, dass das nicht so ist. Ich will es nur nicht wahr haben. 

Das Buch zeigt uns eine düstere Zukunftsvision - inwiefern sie so eintreten wird, sei an dieser Stelle mal dahin gestellt. Der Gedanke dahinter aber, beinhaltet meiner Ansicht nach einen durchaus wahren Kern. Ist es eine bessere Zukunft, die "uns" erwartet? 

Ich gestehe, dass dieses Buch von Wulf nicht zu meinen Lieblingen gehören wird. Dazu hat mir der letzte Funke gefehlt - oder es war mir eben doch zu nah an der Realität. Jedoch heißt das nicht, dass ich dieses Buch für mich als schlecht einorde. Ich vermute, dass das Wort "verstörend" deutlich passender ist. Ja, verstörend ist die passende Überschrift für dieses Buch. 


Ein unheimlich schweres Buch und dennoch Lektüre, die ich jedem Freund von düsterer Literatur ans Herz legen möchte.

(Eigentlich würde ich gern 4,8 vergeben, weil eben der letzte Funke für mich gefehlt hat - aber ich vergebe ja nur "ganze" Punkte)


Dienstag, 21. November 2017

[Buch-Rezension] Die Seelen von London

   Die Seelen von London
A. K. Benedict
Klappenbroschur: 400 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Sprache: Deutsch
Originaltitel: "Jonathan Dark or the Evidence of Ghosts"

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Vielen lieben Dank an Droemer Knaur für dieses Rezensionsexemplar!
Glauben Sie an Geister?

Nein? Dann geht es Ihnen wie Detective Inspector Jonathan Dark, der in London einen Frauenmörder jagt. Gerade erst hat das potentielle Opfer, die blinde Maria, bei einer ihrer "Schatzsuchen" im Schlamm der Themse einen menschlichen Finger gefunden. Darauf ein gelber Diamantring und eine Botschaft in Braille-Schrift: "Willst du mich heiraten, Maria?"
Wenn Jonathan Dark Maria retten will, muss er lernen, seiner Intuition zu vertrauen. Und den Seelen, die unsichtbar zwischen den Lebenden wandeln und ihre ganz eigenen Rachepläne hegen.

Cover/Aufmachung
  Dieses Cover ist mir in der Vorschau sofort ins Auge gesprungen und hat meinen persönlichen Sinn für Ästhetik angesprochen. Das schwarz mit dem wirklich giftigen Grün hat mich sofort neugierig gemacht. Der Titel hat sein Übriges dazu getan und dass schließlich der Klappentext noch überzeugen konnte, hat das Buch für mich zu einem "Will ich haben"-Titel gemacht.
  Außerdem möchte ich gern noch auf die tollen Klappen aufmerksam machen - wirklich hübsch - und auch die Kapitelaufmachungen, gegliedert in die einzelnen Tage, ist wirklich gut gelungen.


Inhalt/Geschichte

  Maria ist blind. Oder besser: sie WAR blind. Und doch weigert sie sich, ihre Augenbinde abzunehmen und ihre wiedergewonnene Sehkraft einzusetzen. Deshalb erkennt sie auch nicht sofort, was genau ihr Stalker ihr an ihrer "Schlammgründlerstelle" als Überraschung hinterlassen hat: Einen abgeschnittenen Finger, an dem ein gelber Diamantring hängt.
Natürlich ruft sie die Polizei, die sofort die Ermittlungen einleitet und dabei Parallelen nicht nur zu einem anderen Fall, sondern auch zu einem die Stadt umspannenden Verbrechersyndikat zieht.
  Nicht nur ist dieser Fall zieht an DI Darks Nerven - auch Jonathans Privatleben ist weit weg davon, perfekt zu sein. Und zu allem Überfluss scheint er in dem Haus, das er nun hütet, auch noch regelmäßig unschönen Besuch zu bekommen - oder nicht?
Egal, was ihn da um den Verstand zu bringen versucht, er muss sich auf den Fall konzentrieren - denn Maria hat nur eine Woche Zeit.

Das Buch liegt nun schon einige Zeit bei mir, da ich bisher einfach nicht die Muse fand, mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Nun aber habe ich es mir vorgenommen und kann sagen, dass ich es nicht bereue. Auf den ersten Seiten war ich noch wirklich entsetzt, da ich - warum auch immer - im Kopf hatte, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt. Kleiner Spoiler: ist es definitiv NICHT.
  Ein schöner Genremix irgendwo zwischen Thriller und "Fantasy", der mich gefangen nehmen konnte und mich nun umso neugieriger auf London gemacht hat. Die beiden Erzählstränge sind in angenehmer Ausführlichkeit geschildert, könnten allerdings ein wenig mehr oder flüssigere Verflechtung gebrauchen. Diese wirkt an manchen Stellen etwas erzwungen, ist aber insgesamt recht gut gelungen.
  Die Auflösung des Buches kam für mich zeitgleich überraschend und verwirrend. Um Spoiler zu vermeiden, kann ich das leider nicht weiter ausführen.
  Wir haben Teil am langsam fortschreitenden, psychischen Verfall von Johnathan ebenso wie wir Einblicke in Marias Gedankenwelt bekommen. Diese erscheint mir mitunter vielleicht etwas zu heldenhaft, was aber nur sehr bedingt störend aufgefallen ist. 

Das Buch lässt die Möglichkeit eines nachfolgenden Buches offen, auch wenn der Fall mit Maria in sich geschlossen ist. Ich für meinen Teil wäre einem Nachfolgeband nicht abgeneigt und würde vermutlich auch dieses lesen, mir allerdings etwas mehr Inklusion der Geistersache wünschen. 


Ein überraschendes Buch, das mich trotz kleinerer Schwächen von sich überzeugen konnte.


Sonntag, 19. November 2017

5 Dinge (KW 46/17)

Hallo meine Lieben,

ja ich weiß ja... eigentlich 5 schöne Dinge pro Woche und eigentlich immer Sonntagmorgen. Ihr merkt ja selbst, wie gut das funktioniert... Ich gebe mir aber wirklich Mühe :)

Schauen wir also auf die 46. Woche des Jahres zurück. Das Jahr ist schon fast vorbei! Ich bin sehr gespannt darauf, was 2018 für uns bereit halten wird.
Bevor wir aber weiter in die Zukunft blicken, werfen wir einen Blick in die Vergangenheit:

1.) Nachdem ich krank im Bett lag konnte ich am Montag wieder zum Praktikum gehen und durfte einmal mehr feststellen, wie viel besser es mir dort geht als im Letzten.

2.) Buchige Post kam an - und hat mich im ersten Moment wirklich überrascht, weil ich überhaupt nicht verstanden habe, woher die jetzt kam :D

3.) Wenn ich mich nicht komplett vertan habe, habe ich auch für den zweiten Adventskalender jetzt alles zusammen - jetzt bleibt mir immerhin noch eine ganze Woche, um das Zeug alles zu Verpacken :'D

4.) Neues Washi durfte einziehen bei mir - und auch noch als Geschenk :)

5.) Gestern war wieder Stammtisch und es war wieder ein echt toller Tag. Ich konnte viele tolle Menschen (wieder-)sehen und dank der lieben Anka konnten wir in der Buchhandlung Wittwer das Spiel "Safehouse" von Sebastian Fitzek anspielen. Und nicht nur das! Darüber hinaus habe ich ein Exemplar des Spieles - signiert! - gewonnen! :D Yeah!


Das war es schon von dieser Woche. An dieser Stelle gehen liebe Grüße an Ever raus, die ich ganz aktuell auch am Telefon habe ;) Sie schreibt nämlich quasi zeitgleich mit mir an einem 5-Dinge-Post ;)

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche

Alles Liebe <3

Mittwoch, 1. November 2017

[Buch-Rezi] The Hate U Give

    The Hate U Give
Angie Thomas
Hardcover: 512 Seiten
Verlag: cbt
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Hate U Give
ISBN: 9783570164822
Preis: 17,99€

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Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...



Cover/Aufmachung
  Ich muss gestehen: Das Cover reißt mich nicht vom Hocker. Ganz klar passt es zur Geschichte, nichts desto trotz ist das hier nun wirklich kein Coverhighlight für mich. Auch im Buch selbst ist es eher schlicht gehalten, was dem Buch aber gut getan hat, da so die Aufmerksamkeit voll und ganz auf der Geschichte liegt, was diese definitiv auch verdient.

Inhalt/Geschichte
  Starr gibt immer peinlich genau darauf acht, dass ihre zwei Persönlichkeiten nicht vermixt werden und ihre Freunde an der Privatschule möglichst nichts von der Starr aus ihrem Viertel mitbekommen. Auch nicht von der Party, auf die sie geht - und auf der sie ihren Jugendfreund Khalil trifft. Zum letzten Mal, denn kurz darauf wird dieser vor ihren Augen erschossen und für Starr beginnt eine höchst anstrengende Zeit voller Drohungen, Ängste, Verzweiflung. Nur sie weiß, was in dieser Nacht wirklich geschehen ist und nur sie kann den Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. 
 
 Huff. Ich war sehr sehr skeptisch mit diesem Buch - wie ich es mit den meisten Büchern bin, die so dermaßen gehyped wurden. Oftmals kommt dann nämlich die Enttäuschung und die Büchern sind maximal mittelmäßig.
  Nicht so hier. "The Hate U Give" konnte mich tatsächlich gefangen nehmen. Obwohl ich zunächst wirklich Probleme hatte, in die Geschichte zu finden, konnte sie mich letztlich doch überzeugen und Starr konnte mich in ihre Welt mitnehmen.

Das Buch behandelt ein Thema, dass leider noch immer aktuell ist - auch wenn viele es abstreiten. Und obwohl es einige Handlungen von Starr gibt, die ich nicht gutheißen kann, hat sie doch nie für mich nicht nachvollziehbar gehandelt. Ich habe jede ihrer Handlungen verstehen und nachvollziehen können. Trotzdem habe ich an der ein oder anderen Stelle den Kopf geschüttelt - von außen betrachtet fällt sowas aber auch immer leichter. 

   Leider hat mir das Ende des Buches nur bedingt gefallen - und ich spreche gar nicht von der Auflösung der Hauptstory. Mir geht es hier mehr um das ganze Drumherum... Das hat mir gar nicht gefallen...

Schreibstil/Übersetzung
Am Anfang hatte ich wirklich Probleme mit dem Slang, der in dem Buch verwendet wird. Natürlich passt er gut zu den Charakteren, allerdings hat das nichts daran geändert, dass ich zu Beginn wirklich Probleme mit dieser Sprache hatte. 
 Abgesehen davon war das Buch aber durchweg toll geschrieben.

Zurecht gehyped sollte dieses Buch von (noch) mehr Leuten gelesen werden!

Sonntag, 29. Oktober 2017

10 Dinge (KW 42 & 43 / 17)

Hallo ihr Lieben,

letzte Woche kam ich nicht dazu und wenn ihr diesen Post lest, bin ich vermutlich auch schon unterwegs zur Bahn in Richtung Hannover. Weil ich es aber letzte Woche nicht geschafft habe, wollen wir doch nun zusammen einfach auf zwei Wochen zurück schauen.
Fertig?
Na dann los.


KW 42:
1.) So eine Entscheidung zu treffen, ist nicht leicht - aber jetzt, wo ich die Bestätigung habe, ist das alles leichter.

2.) Ich durfte das aller erste Mal meinen Namen in ein Buch-Impressum schreiben :)

3.) Besuch <3 Von Tayachan, dem Zwerg, Minizwerg und Wauwau Nami <3 Danke, dass ihr da wart, es war eine tolle Zeit :)

4.) Nicht zuletzt wegen dem schönen Ausflug in den Zoo und die Geocaching-Abstecher.

5.) Am Sonntag waren wir, bevor die vier wieder abgereist sind, im Stall. Dort durfte der Minizwerg das erste mal "reiten" und es war so toll das zu sehen - die Kleine auf unserem Neuzugang dem Mini-Shetty. Von dem kleinen Mann (Totillas) werdet ihr vielleicht bald auch mehr hören...

KW43:
1.) Buchpost von Wulf Dorn bekommen <3 Demnächst kann ich mich also ganz in Ruhe um die Kinder kümmern... ;)

2.) Den ersten der beiden Adventskalender habe ich jetzt auch fertig - gerade noch rechtzeitig, denn er darf mich begleiten auf meine Reise nach Hannover.

3.) Auch wenn ich es noch nicht hören konnte, weil es nicht zu mir geschickt wurde: das neue ASP-Album <3 Ich freue mich SEHR darauf.

4.) Ein bisschen Qualitytime mit meinem Bruder verbracht :) Tut immer immer wieder gut.

5.) Gestern noch letzte Elektrik im neuen Aquarium installiert und den ersten großen Wasserwechsel durchgeführt. Außerdem durften zwei Anthrazit Napfschnecken einziehen. Jetzt dauert es nicht mehr so lang, bis auch die ersten Fischis einziehen können ;) Auch wenn ich mich noch immer nicht auf einen Besatz festlegen konnte... ^^


So und nun widme ich mich in aller Ruhe wieder meiner Zugfahrt. Ich weiß nicht, ob ich nächste Woche direkt zum Schreiben komme, aber wir werden ja sehen, nicht wahr?

Ich wünsche euch ein schönes (langes?) Wochenende mit viel freier Lesezeit. Und lasst euch nicht wegblasen von dem angekündigten Sturm.

Alles Liebe <3

Mittwoch, 18. Oktober 2017

[Mini-Rezension] Blown Away

   Blown Away
Terhi Rannela
Klappenbroschur: 264 Seiten
Verlag: Kosmos
Sprache: Deutsch
ISBN: 978344012326
Preis: 12,95€

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Aura ist wütend. Wütend und einsam. An ihrer neuen Schule wird sie gemobbt. Mit ihrem Vater kann sie nicht reden, ihre Mutter ist schon lange tot. Niemand hört ihr zu. Da trifft sie den zehn Jahre älteren Henri, der sie versteht und bei dem sie so sein kann, wie sie ist. Aura träumt von einer gemeinsamen Zukunft, vom Glück zu zweit. Doch Henri hat ganz andere Pläne mit ihr.
Pläne, die aus Aura eine Amokläuferin machen sollen...

Ein Thema, das leider nicht an Aktualität verloren hat. Aura hat wahrlich keine leichte Kindheit hinter sich und in der Pubertät wird es nicht besser. Als Halbwaise und Mobbingopfer ist Aura ein leichtes Opfer für jede Art der Manipulation - und wird auch prompt Opfer einer solchen. Ihr neuer, ihr erster Freund, feuert ihren Hass an und will Aura überzeugen, dass es nur eine Lösung gibt: Rache durch Amoklauf.
  Die Geschichte hat mich unheimlich berührt. Das Tempo ist zwar nicht unbedingt rasant, doch eine hohe Erzählgeschwindigkeit braucht das Buch auch nicht. Diese Geschichte lebt von Atmosphäre, von der Empathie des Lesers, von der unterschwelligen Gefahr, die stets in der Luft hängt.

Viel von dem Buch zu berichten ist nicht möglich, will man Spoiler vermeiden. Ich kann gut nachvollziehen, dass das Buch von von der staatlichen Kommission für Literatur und die finnische Kulturstiftung unterstütz wurden. Ein Buch, dass sich in meinen Augen gut eignet für eine Besprechung in der Schule oder aber auch in gemütlicher Runde mit Freunden der Literatur.

Ein (leider) stets aktuelles Buch nicht nur für Jugendliche, das anregt zum Nachdenken und diskutieren. Kann ich euch gern empfehlen.




Sonntag, 15. Oktober 2017

5 Dinge KW 41/17

Guten Morgen und einen tollen Sonntag, meine Lieben!

Eine weitere Woche ist vergangen und gaaaaanz langsam neigen sich die Wochen des Jahres ihrem Ende zu. Diese Woche war relativ ereignislos, aber das ändert ja nichts daran, dass wir zurück schauen wollen auf die guten Dinge, die uns in der 41. Kalenderwoche des Jahres 2017 passiert sind. Seid ihr dabei?

1.) Am Mittwoch habe ich mich daran gemacht, mein "großes" Aquarium einzurichten. Das darf jetzt in aller Ruhe die nächsten 4 Wochen einfahren, bevor der erste Besatz rein kommt. (Was so nicht ganz stimmt. Es sind schon ein paar Schnecken drin)

2.) Mir ist einmal mehr klar geworden, wie viel besser es mir geht als um diese Zeit im letzten Jahr. Und nun weiß ich ganz sicher: Es war die richtige Entscheidung, die ich damals getroffen habe!

3.) Ein tolles Angebot ist ins Haus geflattert - ob ich es annehme, kann ich allerdings nicht sagen. Noch hindert mich mein eigener Kopf daran. Aber mal sehen, was daraus werden wird.

4.) Am Donnerstag war ich auf der Frankfurter Buchmesse. So ein wundervoller Ort, ein wundervolles "Event" mit ganz wundervollen Menschen. Eventuell wird es auch noch die eine oder andere Verlosung hierzu geben - ihr könnt also gespannt sein ;)

5.) Am Freitag war ich mit meiner lieben Vanessa shoppen - Pferdekram. Nicht nur, dass die Autofahrt unheimlich.... witzig war, nein, wir waren auch beim Einkauf selbst sehr erfolgreich :) Ich habe nun also endlich eine neue Reithose und warme Schuhe für den Winter, in denen ich auch mit meinem  kaputten Fuß keine Schmerzen mehr haben sollte :)

Das waren sie schon - die fünf guten Dinge der letzten Woche. Jetzt schnell noch ein wenig aufräumen, bevor es aufgeht zum Stall. Was habt ihr heute vor? Wie war eure Woche?

Habt einen schönen Sonntag!

Dienstag, 10. Oktober 2017

5 Dinge (KW 40/17)

Hallo meine Lieben,

dieses Mal bin ich wieder verspätet dran - am Wochenende kam ich einfach nicht dazu, euch ein wenig zu tippen. Wahlweise wegen der Arbeit oder, weil mich das Kopfwehmonster ganz hinterrücks angefallen und den ganzen Sonntag nicht mehr loslassen wollte.

Nichts desto trotzt wollen wir auch die Kalenderwoche 40 des Jahres 2017 nochmal beleuchten und ich möchte gern mit euch teilen, was mich in dieser Woche so begleitet und aufgemuntert hat :)

1.) Am Dienstag war ich wieder zur Reitstunde - in Begleitung dieses Mal und das hat mich sehr gefreut.

2.) Außerdem hat es an dem Dienstag wirklich gut geklappt

3.) Den inneren Schweinehund überwunden - und es fühlt sich immer wieder gut an :3

4.) Mit der lieben Vanessa in der Stadt gewesen :) Lass uns das bei Gelegenheit wiederholen!

5.) Endlich so ein paar mehr Dinge für die diversen Adventskalender bekommen, so dass ich immerhin einen schon fast fertig machen kann :)

Na gut, die Woche war vielleicht nicht ganz sooo~ aufregend, aber trotzdem schön. :)
Wie war eure letzte Woche? Hattet ihr einen guten Start in diese?
Was habt ihr denn so vor?

Genießt euren Dienstag <3

Alles Liebe

Dienstag, 3. Oktober 2017

[Buch-Rezension] Changers - Drew

   Changers - Drew
T. Cooper, Allison Glock
Hardcover: 352 Seiten
Verlag: Kosmos
Sprache: Deutsch
ISBN: 9793440143629
Preis: 16,99€

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Wenn du deine Identität nicht kennst - wer bist du dann?
Der 14-jährige Ethan wacht eines Morgens als Mädchen auf und plötzlich ist alles anders.
Ethan ist jetzt Drew. Sie erfährt, dass sie ein Changer ist - einer von wenigen Menschen, die viermal ihre Identität wechseln, bevor sie sich für eine entscheiden müssen.
Die Gebote der Changers sind streng: Vertraue dich niemandem an. Missbrauche nie die Macht, die dir gegeben wurde. Doch vor allem: Verliebe dich nie, aber auch wirklich nie, in einen anderen Changer...


Cover/Aufmachung
  Schöner Reihenauftakt, dessen Cover bereits auf die anderen Teile schließen lässt. Das Cover ist unaufdringlich, aber bezieht sich schön auf den Inhalt. Ein wenig mehr Veredelung hätte ich aber schön gefunden.

Inhalt
   Die Pubertät ist ohnehin schon eine nicht ganz einfache Zeit. Noch weniger lustig ist es, wenn man eines morgens aufwacht und nicht mehr man selbst ist. So geht es Ethan, der eines morgens als Drew aufwacht. Als ein Mädchen. Was eine riesige Katastrophe ist. Wie nur kann das passieren? Die Antwort ist "einfach": Ethan - Drew - ist ein Changer. Eine Person, die ihre Identität viermal wechselt, bevor sie sich für eine entscheiden und den Rest ihres Lebens als diese Person verbringen muss. Und so muss Drew sich ab nun für ein Jahr durch das Leben einer 14-Jährigen schlagen. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, kommen auch noch die ganzen Changers-Regeln dazu. Inklusive Chase, ein anderer Changer, der ihr deutlich näher steht, als es die Changer-Bibel erlaubt... 

   Das Buch kam durch Zufall zu mir. Vermutlich hätte es mich im Buchhandel nicht angesprochen, da es - rein vom Thema her - nur bedingt in mein Genre fällt. Nichts desto trotz - oder gerade deshalb?- war ich positiv überrascht von diesem Buch. Der Ansatz, den selben Charakter in verschiedenen Identitäten zu begleiten, ist mir neu und erinnert mich stark an Doctor Who - ein absoluter Bonuspunkt. Auch die Geschichte zwischen Drew und Audrey ist wunderbar fein und einfühlend gearbeitet, so dass es Spaß macht und man mit den beiden mitfiebern kann.

  Leider ist aber der Spannungsbogen in diesem ersten Buch noch recht flach  - viele Konflikte werden (noch?) nicht "richtig" dargestellt, verlaufen zu overflächlich für meinen Geschmack. Dass ein, zwei Storyarchs zu schnell und einfach aufgelöst wurden, ist noch so ein Punkt, der mir nicht ganz geschmeckt hat.




Charaktere
  Die Charaktere haben nun nicht die Tiefe, wie ich sie gern mag. Allerdings haben wir hier ein Jugendbuch vorliegen für Jugendliche im Alter von ca. 12 Jahren. Und hierfür ist die Charaktergestaltung absolut passend. Auch die Beziehungen zwischen den Charakteren sind schön dargestellt und insbesondere die Beziehung zwischen Drew und Audrey darf wegen mir noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.







Obwohl der Teil noch seine Schwächen hat, ist der erste Changers-Band ein guter Auftakt und ich werde mir auch den zweiten Teil noch ansehen.






Sonntag, 1. Oktober 2017

5 Dinge (KW 39/17)

Hallo meine Lieben,

da komme ich doch um die Mittagszeit endlich aus meinem Bett gekrochen. Gestern wurde es spät. Beziehungsweise früh. Sehr. Sehr. Früh.

Trotzdem sollen heute wieder meine 5 schönen Dinge der vergangenen Woche folgen :) Bereit? Sehr gut, fangen wir an!

1.) Ich konnte das schöne Wetter in den letzten Tagen richtig genießen - und das nach erfolgreichen Tagen im Praktikum :)

2.) Am Dienstag war ich wieder im Stall zur Reitstunde - zwar ha das alles nicht so funktioniert, wie ich wollte und ich hatte noch die ganze Woche Muskelkater (Danke, Check!), aber die Zeit mit den Tierchen tut mir so gut und ich freue mich auf die nächste Stunde :)

3.) Mittwochs war ich mit meinem Haus- und Hoffotografen nach der Arbeit noch essen und im Anschluss in der Vorpremiere der Neuverfilmung von IT - gut wars :)

4.) Freitags ging es nach der Arbeit direkt zu meinem Bruder. Er hat in seinen Geburtstag reingefeiert und es hat mich unheimlich gefreut und mir eine ganze Menge bedeutet, dass er mich zur Feier eingeladen hat. Wirklich. Ich liebe meinen Bruder.
Außerdem hat er ein wirklich tolles Geschenk bekommen - wir haben alle zusammen gelegt, dass er sich ein neues Fahrrad kaufen kann und ich glaube, er hat sich wirklich gefreut. Und da freue ich mich als eine der beiden Organisatorinen natürlich umso mehr ;)

5.) Gestern hat mein Cousin seine Hochzeit gefeiert. Und ich gestehe, dass ich eigentlich keine Lust hatte. Letztlich hatten wir aber doch Spaß, denn ich saß an einem wirklich guten Tisch zusammen mit meinem Bruder und seiner Frau. Wir hatten einen lustigen Abend - aber heute bin ich dafür eben sehr sehr sehr müde ;)


Für heute ist nicht mehr viel geplant. Den Balkon habe ich schon auf den Herbst vorbereitet, so dass heute nur noch ein wenig Aquarienpflege und Aufräumen ansteht. Außerdem wollen noch ein, zwei Beiträge vorbereitet werden, die Buchmesse ebenso und der Kalender für die kommende Woche ist auch noch nicht vorbereitet.

Wie war euer Wochenende? Was habt ihr getrieben und was habt ihr nächste Woche vor?

Ich wünsche euch einen schönen restlichen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche :)

Sonntag, 24. September 2017

5 Dinge (KW 38/17)

Hallo meine Lieben,

ziemlich genau 20 Wochen ist es her, dass ich mich zuletzt mit diesem Format gemeldet habe. Ihr habt bestimmt auch schon die beiden Rezensionen gesehen, die ich diese Woche online gestellt habe...?

Nachdem ich also heute schon wählen war (du ja sicherlich auch?), wollte ich nun noch kurz ein wenig tippen...

Jedenfalls möchte ich gern mit euch auf die letzte Woche zurückblicken, auch wenn ich viel Zeit im Bett verbracht habe. Bereit? Fangen wir an.

1) Mein neues Tattoo heilt ganz hervorragend ab und mittlerweile darf ich auch die Folie wieder weg lassen :)

2) Meiner Oma geht es nach ihrem Schlaganfall wieder deutlich besser, sie hat sich motorisch wieder super gefangen und so konnten mein Bruder und ich sie am Dienstag nochmal besuchen, bevor sie in die Reha geschickt wurde.

3) Ja, es ist September. Und trotzdem habe ich schon einen von zwei Adventskalendern fast fertig :)

4) Ich habe die Zeit genutzt, um endlich mal mein Aquarium wieder hübsch zu machen - und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden :) Bald wird dann auch das Große eingerichtet :)

5) Gestern war Stallfest und auch, wenn ich nicht lang bleiben konnte und kaum jemanden dort kannte, hat es mir großen Spaß gemacht. Vielen lieben Dank an die Organisatoren!

Das soll es für diese Woche schon wieder gewesen sein - die nächste Woche ist wieder vollgepackt mit lauter tollen und gruseligen Ereignissen. Aber mehr davon erzähle ich euch nächsten Sonntag...

Wie war deine Woche? Was hast du nächste Woche vor? Wie nutzt du dieses herrliche Spätsommerwetter?

Alles Liebe für dich <3

Donnerstag, 21. September 2017

[Buch-Rezension] Evolution III - Die Quelle des Lebens

   Evolution - Die Quelle des Lebens
Thomas Thiemeyer
Hardcover: 416 Seiten
Verlag: Arena Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783401601694
Preis: 17,99€

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Achtung, Spoiler! 

Endlich am Ziel! Nach einer strapaziösen Flucht durch Sümpfe und Wüsten erwacht Jem in der Oase der Zeitspringer. Doch wie ist er hierher gekommen und wo sind seine Freunde? Katta ist verschwunden, Lucie und der kleine Squid liegen im Koma. Als Anführerin GAIA sich seiner annimmt, keimt in Jem Hoffnung: auf Rückkehr, auf ein neues Leben. Aber dann erwacht Lucie und den Freunden wird klar, in welch perfides Spiel sie geraten sind. Ein Spiel, das die Zukunft der Erde bedroht. In einer finalen Schlacht müssen die Jugendlichen sich entscheiden: Stehen sie auf der Seite der Tiere oder der Menschheit?

Wunderschöne Reihengestaltung, die Bücher passen so hervorragend zusammen und sehen im Regal ganz hervorragend neben einander aus. Nicht nur optisch sind die Bücher wirklich großartig, auch der Inhalt hat mich voll überzeugt. Der finale Band der Trilogie steht den anderen beiden in nichts nach und bietet einen gekonnten Abschluss.
  Inzwischen sind wir vertraut mit unserer kleinen Gruppe und - so weit möglich - mit der Umgebung in der sie sich befinden. Wir haben die Umstrukturierung der Gruppe miterlebt, die Strapazen mit Jem und Co. durchgestanden und nun stehen wir hier: Vor der Kuppel. Vor der letzten großen Festung der Menschheit.
   Wir finden uns konfrontiert mit Gewissenskonflikten der Jugendlichen, mit einer Macht, deren Bedrohung gleichzeitig so nah und doch so fern ist, dass es mir Angst macht.

Wie auch schon die beiden Vorgängerbände habe ich auch "Die Quelle des Lebens" innerhalb kürzester Zeit (aka zwei Tage) durchgelesen. Hierbei hat mich insbesondere die Wandlung eines Charakters berührt, wenn auch nicht überrascht hat. Das Ende der Geschichte hat mich wenig überrascht, obwohl ich zwischenzeitlich am Ausgang gezweifelt habe (und auch ein alternatives Ende sehr gern gelesen hätte). Trotzdem kam es mir ein wenig sehr plötzlich. Ein Epilog in Richtung "10 Jahre später" hätte mir (vermutlich) gut gefallen.

 Ein tolles Ende für eine tolle Trilogie. Herr Thiemeyer hat es wieder geschafft, mich abzuholen und in den Bann seiner Bücher zu ziehen.



Montag, 18. September 2017

[Buch-Rezension] Weisses Gold

   Weißes Gold
Ure Bareiss
Paperback: 572 Seiten
Verlag: Kieselsteiner
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783945313978
Preis: 11,90€

Der Schwarzmarkt für Elfenbein boomt! Meeresbiologe Alex Martin stößt bei seiner Arbeit für die Naturschutzbehörde in Thailand auf Schmuggler. Dadurch gerät er ins Fadenkreuz einer mächtigen Organisation. Mit seinem Freund, dem thailändischen Ermittlert Jaidee, begibt sich Alex auf die Spur des weißen Goldes. Sie führt von den afrikanischen Savannen durch das Rotlicht-Milieu Phukets bis in die obersten chinesischen Geschäftsetagen. Immer tiefer dringen Alex und Jaidee in den Sumpf des organisierten Verbrechens vor.
Dabei machen sie eine grausame Entdeckung.

Cover/Aufmachung
  Das Cover des zweiten Alex-Martin-Thrillers ist auf jeden Fall eines: Bedrückend. Schon beim Hinsehen hatte ich ein ungutes Gefühl. Ich persönlich mag die Typo auf dem Cover wirklich gern und auch der Kapitelabschluss gefällt mir gut, obwohl ich den kleinen Elefanten gern etwas größer gesehen hätte.  Leider muss ich auch anmerken, dass ich die Qualität des Umschlags nicht so sehr gut finde. Ich gehe wirklich pfleglich mit meinen Büchern um, aber hier hatte ich nach kürzester Zeit abgestoßene Ecken und die Folie löst sich leider auch. Schade.

Inhalt

    Ich hatte ja bereits den ersten "Teil" dieser Reihre um Alex Martin gelesen (siehe auch hier ) - obgleich ich diesen damals nicht schlecht bewertet habe, muss ich sagen, dass mir Band 2 zwar besser gefallen hat, jedoch die Bewertung insgesamt ähnlich ausfallen wird.  Zunächst einmal sei gesagt, dass die Bände auch unabhängig voneinader gelesen werden könnten. Ihr müsst Band 1 nicht gelesen haben, um die Inhalte von Band 2 zu verstehen. Die Bücher sind also unabhängig von einander.
 Allerdings solltet ihr eine gewissen Stabilität an den Tag legen, um dieses Buch zu lesen, denn wir sehen uns hier mit Dingen konfrontiert, mit denen keiner von uns zu tun haben möchte - sei es nun der Handel mit Elfenbein oder mit Menschen.
 
  Mir hat der zweite Band deutlich mehr zugesagt als der erste, wie ich schon sagte. Das liegt zum einen daran, dass ich die Geschichte insgesamt spannender fand, sie mich eher abholen konnte, als der erste Band. Zum anderen konnte ich eine emotionalere Bindung zu den Charakteren, insbesondere Alex aufbauen (wenn er mir auch an der ein oder anderen Stelle recht unsympathisch war). Die Spannungskurve ist für mich angenehmer - das alles ist aber natürlich rein subjektiv.


  Spannender und intensiver als Teil 1 - erfordert allerdings Durchhaltevermögen.




Montag, 17. Juli 2017

[Buch-Rezension] Was wir dachten, was wir taten

  Was wir dachten, was wir taten
Lea-Lina Oppermann
Paperback: 180 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-407-02567-8
Preis: 12,95€

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"Kann sein, dass es dich verändert. Kann sein, es lässt dich kalt. Kann sein, dass du schon davon gehört hast, im Fernsehen oder in den Schlagzeilen. So viele Reporter, die darüber berichtet haben, Fotos geknipst und mit dem Rektor gesprochen...
Wenn ja, vergiss es, nichts davon ist wahr.
Wir werden dir erzählen, was wirklich passiert ist.
Wir waren dabei."

Cover/Aufmachung
  Zugegeben wusste ich zunächst nicht, was ich zu erwarten habe, als ich das Cover bei unserem Stammtisch gesehen habe. Es ist schlicht, ebenso wie das ganze Buch optisch recht schlicht gehalten ist. Das jedoch - so viel sei schon jetzt verraten - ist bei diesem Buch völlig nebensächlich.

Inhalt/Geschichte

  "Es ist ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten. Bitte bewahren Sie Ruhe."



Ein Satz, den niemand hören möchte. Schon gar nicht in der eigenen Schulklasse während einer Klausur. Und doch ist es genau diese Durchsage, die das Leben der Schüler auf den Kopf stellen und ihre Welt für immer verändern wird. Was geht dort draußen vor sich? Ein Amoklauf? Die Anweisung ist klar: Ruhe bewahren und weitere Informationen abwarten. Doch was tut man, wenn es plötzlich an der verschlossenen Tür klopft und jemand um Hilfe bittet?

  Uff. Das ist das erste Wort, das mir einfällt. Zugegeben war ich zunächst skeptisch, denn ich hatte keine Ahnung, worum es in dem Buch geht. Die Autorin hatte die erste Seite nicht zu Ende vorgelesen und wir hingen an ihren Lippen - unsere Gruppe war mucksmäuschenstill. 
  Kaum hatte die Autorin ihren Vortrag beendet, wollte ich das Buch in die Hand nehmen und lesen. Das musste aber noch etwas warten, nämlich bis zum nächsten Morgen. Innerhalb einiger sehr sehr kurzweiliger Stunden (es waren drei) hatte ich das Buch beendet - und einen dicken Kloß im Hals. 
  
Die Autorin schafft es problemlos, den Leser über die 180 Seiten des Buches ständig unter der selben emotionalen Anspannung zu halten, wie auch ihre Protagonisten.  Es ist nahezu unmöglich, das Buch zur Seite zu legen und sich selbst eine Verschnaufpause zu gönnen von den sich überschlagenden Ereignissen. Nahezu unmöglich, die Augen von den Buchstaben zu lösen und die Geschichte warten zu lassen, die da so dringend erzählt werden will uns muss. 
   Es sei erwähnt, dass es mir selten passiert, dass mich ein verhältnismäßig kurzes Buch so in seinen Bann zieht -  hier hat die gute Lea-Lina Oppermann das aber hervorragend geschafft. Die Spannung überträgt sich direkt auf den Leser, als stünde man selbst mit in diesem Klassenzimmer.

Die Hoffnung, die Verzweiflung, der Schock - alle Emotionen werden 1:1 auf den Leser übertragen.


Schreibstil/Übersetzung
Nicht nur, dass die Autorin uns eine großartige Geschichte liefert, wir bekommen das Ganze auch noch schön serviert. Sie schafft es, gleichzeitig greifbare Anspannung zu transportieren und mit ihrer Wortwahl ein Schmunzeln ins Gesicht des Lesers zu zeichnen. Den Leser in vier Wänden verschwinden zu lassen, in denen sich die ganze Geschichte abspielt, ist eine Kunst für sich. Ihn oder sie dann auch noch so bei der Stange zu halten, dass die Zeit zusammen mit den Zeilen fliegt - das schaffen nicht sehr viele. Eine gute Geschichte braucht immer auch eine gute Erzählweise. Und hier passt einfach alles zusammen. 


   Dieses Buch geht unter die Haut und will dort bleiben, nimmt den Leser gefangen und hat nicht vor, ihn so schnell wieder gehen zu lassen. Nicht, dass dieser das wollte.